Projekte und Kooperationen

 
Mit Landespolitiker im Gespräch
 
Auf Einladung der GEB-Vorstände Herrenberg, Veronika Gerlach, und Böblingen, Dieter Renken, fand im März in Herrenberg eine Gesprächsrunde mit weiteren Elternbeiräten, u.a. aus Calw, und mit Mitgliedern des Landtages statt.
Eingeladen waren die Vertreter aller im Landtag vertreten Parteien die die Wahlkreise Herrenberg, Böblingen und angrenzend vertreten. Zusätzlich ging die Einladung an die MdLs die auch Mitglied des Landtages-Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport sind.
Teilgenommen haben Dr. Bernd Murschel (die Grüne) und Klaus Dürr (AfD). Die Abgeordneten von CDU, SPD und FDP ließen sich von Marc Biadacz (CDU), Jasmina Hostert (SPD), Andreas Knapp (FDP) vertreten.
Die Gesprächsrunde stand unter dem Titel „Bildung - Die wichtigste Investition in die Zukunft“. Konkret ging es um die Themen Unterrichtsversorgung, Schulgebäudesituation und Schulleitersituation.
 
Entgegen der Zusicherung der MdLs, dass Bildung ein Top-Thema der Landesregierung ist nehmen die Eltern Bildung als Sparprogramm wahr. Oder wie ist zu erklären, dass es in einigen Schulen Unterrichtsausfall von fast 30 Prozent gibt? Bemängelt wird, dass es keine Statistiken über den tatsächlichen Unterrichtsausfall gibt. Die offiziellen Angaben über Unterrichtsausfall liegen deutlich unter 10 Prozent, aber: Mandala malen ist zwar kein Unterricht wird aber nicht als Ausfall gewertet. Die Politiker wurden in diesem Zusammenhang gefragt auf welcher Basis sie das Budget für den Kultusbereich festlegen. Die Schülerzahlen sinken, die Lehrerzahlen noch stärker. Wie soll zukünftig verlässlich Unterricht stattfinden? Besonders in den Grundschulen sind die Aussichten nicht gut, dennoch wird trotz Lehrermangels an einigen Hochschulen am Numerus Clausus festgehalten. Wieso?
Um die aktuell schlechte Versorgung ein bisschen zu lindern gaben die Elternbeiräte Anregungen die Sonder- und Verwaltungsaufgaben von Fachkräften statt von Lehrkräften ausführen zu lassen, so gewinnen die Lehrkräfte Zeit für ihren Unterricht; beispielsweise statt eines IT-Beauftragten eine IT-Fachkraft die Betreuung der Schul-PC erledigen lassen (ab 50 PCs sind das 2 Anrechnungswochenstunden), eine Verwaltungsfachkraft erstellt den Stunden- und Vertretungsplan, eine Reisefachkraft organisiert die außerunterrichtlichen Veranstaltungen (ein- und mehrtägige Ausflüge, Studienfahrten…). Der Einwand, dass Nichtlehrendes Personal von den Kommunen zu finanzieren sei, lassen die Elternvertreter so nicht gelten: wo ein Wille da ein Weg.
Einen Weg die Schulgebäude zu renovieren und zu sanieren ist ebenfalls schnellstens zu finden. Es ist ein verheerendes Zeugnis wenn uns der Arbeitsplatz der Schüler und Lehrkräfte so wenig wert ist. Das viele Schulgebäude in einem erbärmlichen Zustand sind ist allseits bekannt, dass Umbauten dringend nötig sind um die Unterrichtsgestaltung entsprechend dem Bildungsplan 2106 durchzuführen ebenfalls. Die versprochenen Landesfördermittel für Renovierung und Sanierung der Schulgebäude lassen leider noch auf sich warten - Genaue Informationen darüber sind bei den Kommunen und Eltern bisher noch nicht angekommen.
Kommunen mit wenigen Finanzmitteln sind hier zudem auf weitere Unterstützung durch das Land angewiesen. Sonst ist der Bildungserfolg bald auch vom Wohnort abhängig – mit allen Konsequenzen.
Für all diese Herausforderungen sind Schulleitungen erforderlich die die nötigen Voraussetzungen und Kompetenzen haben. Schulen, besonders die weiterführenden, haben inzwischen die Größe und Personalverantwortung wie mittelständische Unternehmen. Die Aufgabenfülle und Zuständigkeiten für die Schulleiter sind daher auf den Prüfstand zu stellen. Andernfalls werden noch mehr Schulen ohne Leitung sein. Für die Schüler und Eltern ein denkbar schlechter Zustand.
 
Die GEB-Vorsitzenden appellierten an die PolitikerInnen sich schnell um Lösungen zu kümmern. Ansonsten heißt es für die Bildung und somit auch für die Ergebnisse der verschieden Studien (IQB…) und Vergleiche (Vera…) in Baden-Württemberg:
willst du BaWü an der Spitze sehen,
musst du die Tabelle auf dem Kopfe drehen.
 
Teilnehmer der Gesprächsrunde MdL-GEB
 
Viele der angesprochenen Themen sind in der Stellungnahme des 17.LEB zum Organisationserlass für das Schuljahr 2017-18 ebenfalls aufgeführt:

 

 

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